Agrarökologie kennenlernen – am Beispiel Agroforst
Was hat Agroforst mit Agrarökologie zu tun? Wie kann Landwirtschaft ökologischer, vielfältiger und zugleich widerstandsfähiger werden – und was braucht es, damit solche Ansätze stärker Fuß fassen?
Diesen Fragen wollen wir bei unserer Veranstaltung gemeinsam nachgehen. Zum Einstieg geben wir einen kurzen Einblick in das Konzept der Agrarökologie und die dazu gehörigen Prinzipien.
Sambu Seck, Generalsekretär der Bauernvereinigung KAFO aus Guinea-Bissau, wird Einblicke in Agroforstsysteme und deren gemeinschaftliche Bewirtschaftung geben.
Anschließend bringt eine Podiumsdiskussion unterschiedliche Perspektiven zusammen: Wir sprechen über Agroforst als konkrete Praxis der Agrarökologie, über Erfahrungen aus dem Nordschwarzwald, den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und darüber, welche Rahmenbedingungen es braucht, damit agrarökologische Ansätze stärker in die Umsetzung kommen.
Bei einer Führung durch den Agroforst des Sonnenwalds können wir das Thema schließlich praktisch erleben und miteinander ins Gespräch kommen.
Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Tage der Agrarökologie 2026 statt und ist für die Teilnehmer kostenlos.
Auf Wunsch kann eine Übernachtung gegen Aufpreis gebucht werden.
https://agraroekologie.eu/tage-der-agraroekologie-2026/
Programm
12.00 Uhr gemeinsames Ankommen
12.30 Uhr Mittagessen
13.30 Uhr Programmstart (Einführung in das Thema AÖ, Initiativen in D und global)
13.50 Uhr Podiumsdiskussion
15.15 Uhr Führung durch den Agroforst
16.00 Uhr Programmende, Ausklang bei Kaffee und Kuchen
Die Veranstalter
Der Weltfriedensdienst setzt sich weltweit für Frieden, soziale Gerechtigkeit und eine gerechte Nutzung natürlicher Ressourcen ein. Dabei verstehen wir den Zugang zu Land, Wasser und anderen Lebensgrundlagen als wichtige Voraussetzung für ein friedliches und selbstbestimmtes Leben. Agrarökologische Ansätze können dazu beitragen, Ressourcen zu schützen, lokale Gemeinschaften zu stärken und Konflikten um Land und natürliche Lebensgrundlagen vorzubeugen. Deshalb verbindet der wfd Friedensarbeit mit dem Einsatz für Ressourcengerechtigkeit und unterstützt gemeinsam mit Partnerorganisationen agrarökologische Ansätze in verschiedenen Regionen der Welt.

Die Fédération KAFO ist die größte Vereinigung von Bauern und ländlichen Produzenten in Guinea-Bissau. Das Wort „Kafo“ bedeutet in der Sprache Mandinka „Vertreter des Dorfes“. Sie schützen natürliche Ressourcen und traditionelles Wissen durch Agrarökologie, Agroforstwirtschaft sowie den Schutz und die Erhaltung klimaresistenter Pflanzensorten. Agrarökologie ist für sie ein wichtiger Verbündeter der Nachhaltigkeit und basiert auf natürlichen Kreisläufen, schont Ressourcen, verringert die Abhängigkeit vom Einsatz chemischer Mittel und ist widerstandsfähiger gegenüber extremen klimatischen Veränderungen.

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