KW 35 | Warum bei uns nur samenfestes Gemüse?

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Liebe SoLaWi-Mitglieder,     

wir haben gerade fast den Höhepunkt der Vielfalt des Jahres erreicht, es fehlen nur noch die Herbstgemüse im Sortiment. In unseren wöchentlichen Kisten und im ganzen Garten gibt es nur “samenfeste” Gemüsesorten. Aber warum haben wir uns dafür entschieden? Wir sind überzeugt von dieser Qualität und wollen unseren Beitrag zu mehr Ernährungsautonomie leisten. In den 60igern des letzten Jahrhunderts begannen zeitgleich mit der Industrialisierung der Landwirtschaft die samenfesten Sorten langsam aus den Katalogen der Züchterfirmen zu verschwinden. Ersetzt durch moderne Hybrid-Züchtungen, welche dem Landwirt und Gärtner mehr Ertrag, einheitlichere Ernten und besondere Eigenschaften versprachen. Ihn aber auf der anderen Seite auch in eine langfrisitige Abhängigkeit brachte das Saatgut jedes Jahr wieder neu beim Züchter zu kaufen. Hybriden sind nämlich eine züchterische Einbahnstraße. Man kann nicht, wie bei einer samenfesten Pflanze das Saatgut selber gewinnen. Dies sorgt für Abhängigkeit und die Züchterfirmen hatten ein wunderbares Geschäftsmodell. Mittlerweile sind die kleinen, mittelständischen Züchtungsbetriebe fast alle von globalen Konzernen übernommen worden und diese bieten gleichzeitig auch die passenden Pestizide für den konventionellen Anbau an. Also haben wir auf der einen Seite eine weltweit steigende Abhängigkeit von Saatgut aus den Laboren großer Konzerne und auf der anderen Seite einen massiven Verlust von Kulturpflanzenvielfalt in den vergangenen 70 Jahren. Nebenbei sind wir von der Ernährungsqualität von samenfesten Pflanzen voll überzeugt und gehen davon aus, dass uns samenfestes Gemüse und Feldfrüchte besser in unserer Gesundheit und unserer Entwicklung unterstützen. Aber diese Entscheidung für diese Qualität hat auch einen Preis. Wir gehen von einem durchschnittlich geringeren Ertrag von um die 30% aus bei samenfesten Sorten. Aber das ist es wert und wir unterstützen damit resiliente und nachhaltige Strukturen und das passt zu der Art von Landwirtschaft die wir hier betreiben. Ganz ähnlich ist das mit unseren Hinterwälder Rindern, diese Rasse ist vom Aussterben bedroht, weltweit gibt es noch etwa 2000 Stück. Wir wollen, in dem wir mit diesen Tieren arbeiten und sie als Nutztiere halten, unseren Beitrag leisten zum Erhalt dieser Rasse. Am 30.August ist Fleischabholung von unserem Ochsen und ihr könnt noch bestellen über unser Formular auf der Webseite.

Fleischbestellung

                     

Herzliche Grüße Oliver

 

Aktuelle Veranstaltungen am Hof Sonnenwald.

Die Gartenanteile der Woche

im kleinen Anteil:
  • Auberginen
  • Tomate
  • Gurke
  • Möhren
  • Rote Bete
  • Salat
  • Dill
im mittleren Anteil zusätzlich:
  • mehr Gurke
  • Stangenbohnen
im großen Anteil zusätzlich:
  • mehr Salat
  • Brokkoli
  • mehr Auberginen
  • mehr Möhren

Mehr infos

Du hast Interesse an der SoLaWi oder möchtest die Frische unserer Kiste mal selbst erleben?

Folgend findest du mehr Infos über uns sowie die Möglichkeit, deinen Anteil zur Probe zu bestellen.